Finanzielle Sicherheit für Kinder – 7 starke Schritte für Eltern

Finanzielle Sicherheit für Kinder beginnt nicht mit dem Depot, sondern mit Budget, Notgroschen und Absicherung der Eltern – ergänzt durch eine rechtssichere Vorsorge fürs Kind. Hier ist dein Plan, Schritt für Schritt, inkl. Checkliste als PDF.

1) Grundlage schaffen: Haushalt & Notgroschen

Bevor du fürs Kind investierst, stabilisiere zuerst euren Familienhaushalt: transparente Fixkosten, variable Ausgaben im Blick und ein Notgroschen von 3–6 Monatsausgaben. So vermeidest du, Investments im falschen Moment zu verkaufen.

2) Absicherung der Eltern zuerst

Die beste „Kinder-Police“ ist die Stabilität der Eltern. Prüfe daher als erstes:

  • Risikolebensversicherung (RLV): Sichert Partner:in/Kinder ab, wenn ein Einkommen wegfällt.
  • Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) der Eltern: schützt laufende Kosten & Sparpläne.
  • Privathaftpflicht (Familientarif): Basisschutz im Alltag.
  • Notfallordner & Sorgerechtsverfügung: Wer darf entscheiden, falls euch etwas passiert?

Gerade als Eltern sollte man die eigene Arbeitskraft absichern – sie ist oft die größte finanzielle Säule der Familie. Ein kurzer BU-Vergleich zeigt dir in wenigen Minuten, welche Tarife sinnvoll sind und wie hoch deine Einsparpotenziale sind. → BU-Tarife unverbindlich vergleichen*

Für Familien mit Kindern zählt eine Risikolebensversicherung zu den wichtigsten Absicherungen überhaupt. Sie sorgt dafür, dass Partner und Kinder finanziell stabil bleiben, falls etwas passiert. → RLV-Vergleich für Eltern*

Eine gute Familien-Haftpflicht kannst du ebenfalls über Vergleichsportale prüfen – wichtig ist, dass sie zu eurer Lebenssituation passt und aktuelle Bedingungen enthält.

Neutral informieren: Verbraucherzentrale

Mit * gekennzeichnete Links sind Affiliate-Links. Wenn du über diese Links einen Vertrag abschließt, erhalte ich eine kleine Provision – für dich entstehen keine Mehrkosten.

3) Sparen & Investieren fürs Kind (planbar & einfach)

Für langfristige Horizonte (10–18+ Jahre) eignen sich breit gestreute, kostengünstige ETFs mit Sparplan. Wichtig: nicht spekulieren, sondern automatisieren.

  1. Produktwahl: Welt-ETF (z. B. MSCI World / FTSE All-World) verstehen → ETF verstehen
  2. Sparrate festlegen: lieber klein starten, regelmäßig erhöhen (z. B. +3 % p. a.).
  3. Junior-Depot oder Depot auf Eltern? Siehe Rechtliches.
  4. Rechner: ETF-Sparplan-Simulator mit jährlicher Erhöhung & Gebühr

Wenn die Basis steht, kannst du für dein Kind ein eigenes Junior-Depot eröffnen und einen ETF-Sparplan einrichten – langfristig, sachlich und ohne Zockerei. Ein Beispiel findest du hier: Junior-Depot online eröffnen*.

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4) Rechtliches & Steuern – kurz & klar

Junior-Depot (auf den Namen des Kindes)

  • Eigentum: Das Vermögen gehört dem Kind. Eltern verwalten treuhänderisch im Kindswohl.
  • Verwendung: Ausgaben müssen dem Kind zugutekommen (Ausbildung etc.).
  • Freistellungsauftrag (FSA): eigener FSA fürs Kind möglich (jährlicher Sparer-Pauschbetrag).
  • NV-Bescheinigung: bei sehr niedrigen Einkünften ggf. beim Finanzamt beantragen.

Depot auf Eltern (gedanklich fürs Kind)

  • Flexibel für die Eltern, aber zivilrechtlich ihr Vermögen; Schenkung ans Kind erst bei Übertragung.

Schenkungsteuer (Deutschland): Freibeträge zwischen Eltern und Kind beachten. Prüfe Details & Aktualität beim BMF oder bei einer Steuerberatung.

Hinweis: Keine steuerliche Beratung. Regelungen können sich ändern – bitte offizielle Stellen/Steuerberatung konsultieren.

5) Staatliche Leistungen & Förderungen nutzen

  • Kindergeld & Kinderzuschlag (bei geringerem Einkommen)
  • Bildungs- & Teilhabepaket (Lernförderung, Mittagessen, Vereinsbeiträge)
  • Regionale Förderungen (z. B. Schüler-Tickets, Zuschüsse der Kommune)

Infos: BMFSFJ · Bundesagentur für Arbeit

6) Ziele & Meilensteine fürs Kind

Mach das Sparen greifbar: definiere Meilensteine (Führerschein, Sprachreise, Start ins Studium). So bleibt ihr motiviert – und das Kind lernt nebenbei Geldkompetenz.

  • Mini-Sparziele (Geburtstag, Fahrrad)
  • Großziele (Ausbildung, Auslandsjahr, erste Wohnung)
  • Rituale: Jährliche „Depot-Geburtstagssitzung“ mit Sparratenerhöhung

Mehr praktische Vorlagen findest du im Service-Bereich.

7) PDF-Checkliste: Finanzielle Sicherheit für Kinder

Lade die kompakte Checkliste herunter: Perfekt zum Ausdrucken und Abhaken.

FAQ

Junior-Depot oder Depot auf Eltern – was ist besser?

Rechtlich sauber fürs Kind ist das Junior-Depot (Vermögen gehört dem Kind). Mehr Flexibilität haben Eltern mit einem Depot auf ihren Namen – aber erst die spätere Übertragung zählt als Schenkung. Prüfe rechtliche/steuerliche Auswirkungen.

Wie hoch sollte die Sparrate fürs Kind sein?

Lieber klein & konsequent starten (z. B. 25–50 € mtl.) und jährlich erhöhen (z. B. +3 % p. a.). Die Zeit arbeitet für euch.

Was, wenn es finanziell knapp ist?

Erst Haushalt stabilisieren, Notgroschen aufbauen, Absicherung prüfen. Danach mit Mini-Rate beginnen. Jeder Euro zählt.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich ausschließlich um meine persönlichen Erfahrungen und Einschätzungen. Investitionen sind mit Risiken verbunden – bitte informiere dich sorgfältig, bevor du finanzielle Entscheidungen triffst.
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