Warum ich Familien ETFs empfehle – ETFs als Basisanlage für die Familie
Als Familienvater und Alleinverdiener brauche ich Sicherheit, Planbarkeit und einen einfachen Einstieg. Genau deshalb sind ETFs für mich die Basisanlage für Familien – andere Anlageklassen sind Ergänzung, nicht Fundament.

Die Vielfalt der Anlageklassen
Die Welt der Geldanlage ist riesig: Aktien, Anleihen, Gold, Immobilien, Kryptowährungen. Doch nicht jede Anlage passt zu jeder Lebenssituation. Gerade Familien mit Kindern müssen abwägen: Sicherheit oder Risiko? Planbarkeit oder Spekulation? Schauen wir uns die wichtigsten Anlageklassen an.
Aktien
Einzelaktien können enorme Chancen bieten. Wer früh in erfolgreiche Unternehmen investiert, kann viel Vermögen aufbauen. Gleichzeitig ist es extrem schwer, die Gewinner von morgen zu erkennen – und die Kurse können stark schwanken. Ein Familienbudget kann es sich selten leisten, dass die Ersparnisse kurzfristig halbiert werden. Deshalb sind Einzelaktien eher etwas für erfahrene Anleger, nicht für die Basisanlage einer Familie.
Anleihen
Anleihen sind im Prinzip Kredite an Staaten oder Unternehmen. Man leiht Geld und bekommt Zinsen. Sie gelten als vergleichsweise sicher, vor allem Staatsanleihen guter Bonität. In Phasen höherer Inflation reicht die Rendite aber oft nicht aus, um Kaufkraft zu erhalten. Für langfristigen Vermögensaufbau reichen Anleihen allein meist nicht.
Edelmetalle
Gold und Silber sind seit Jahrhunderten Wertaufbewahrungsmittel. Viele sehen sie als Puffer in Krisen. Für Familien können Edelmetalle eine kleine Absicherung gegen Inflation oder Währungsrisiken sein. Sie haben aber einen entscheidenden Haken: Edelmetalle werfen keine laufenden Erträge ab. Wer nur auf Gold setzt, verpasst den Zinseszins-Effekt – und genau der ist für Vermögensaufbau entscheidend.
Immobilien
Eine eigene Immobilie gilt oft als Altersvorsorge. Sie bringt Sicherheit und kann Mieteinnahmen liefern. Gleichzeitig bindet sie viel Kapital, erfordert Kredite und birgt Risiken wie Reparaturen oder Mietausfälle. Für viele Familien ist die Kreditbelastung eher Stress als Freiheit. Immobilien können ein Baustein sein – aber nur, wenn sie zur finanziellen Situation passt.
Kryptowährungen
Kryptowährungen wie Bitcoin haben in den letzten Jahren extreme Gewinne – und genauso extreme Verluste gebracht. Sie sind spannend, aber hoch volatil. Für mich persönlich waren sie ein Gamechanger: Ich habe 2021 mit Bitcoin angefangen, bin durch einen Crash gegangen, nicht verkauft, nachgekauft – und später schuldenfrei rausgegangen. Heute investiere ich weiter kleine Beträge in Bitcoin, aber nur als Beimischung zu meinen ETFs, nicht als Basis.
👉 Wenn dich das interessiert: Lies gern meinen Beitrag Was ist Bitcoin? Bitcoin verstehen!, in dem ich meine Erfahrung detailliert teile.

Warum gerade ETFs für Familien sinnvoll sind
ETFs (Exchange Traded Funds) sind Investmentfonds, die einen Index wie den MSCI World abbilden. Mit einem ETF kaufst du nicht eine einzelne Aktie, sondern gleich Hunderte Unternehmen auf einmal. Das reduziert das Risiko und macht es für eine Familie leichter, langfristig Vermögen aufzubauen.
Wenn du das Thema strukturiert aufrollen willst, kann ich dir das Buch „Souverän investieren mit ETFs & Indexfonds“ von Finanzfluss empfehlen. → Buch bei Amazon ansehen*
Breite Streuung – Sicherheit durch Vielfalt
Statt dein Geld in 5 oder 10 Einzelaktien zu investieren, bist du mit einem ETF an Hunderten Unternehmen beteiligt. Fällt ein Unternehmen aus, betrifft das dein Vermögen nur minimal. Familien profitieren davon, weil das Risiko einzelner Fehlentscheidungen deutlich geringer ist. Ein globaler ETF (z. B. auf den MSCI World oder FTSE All-World) verteilt dein Geld auf viele Branchen und Länder – das ist für mich die ideale Basisanlage.
Geringe Kosten – mehr Rendite für Familien
ETFs sind passiv gemanagt. Es gibt keinen teuren Fondsmanager, der ständig handelt. Die laufenden Kosten (TER) liegen oft bei 0,2–0,5 % pro Jahr. Klingt wenig, macht über Jahrzehnte aber Tausende Euro Unterschied.
Beispiel: Bei 200 € monatlich über 30 Jahre kann ein ETF mit 0,2 % Kosten über 25.000 € mehr Rendite bringen als ein aktiver Fonds mit 1,5 % Kosten – allein durch niedrigere Gebühren. Gerade für Familien ist das ein massiver Hebel.
Einfachheit – auch für Einsteiger machbar
Ein ETF-Sparplan ist in wenigen Minuten eingerichtet. Du musst keine Bilanzen analysieren oder täglich Börsennews checken. Familien, die wenig Zeit haben, können so trotzdem investieren und langfristig profitieren. Das macht ETFs zur sehr alltagstauglichen Basisanlage.
Psychologischer Vorteil – weniger Stress
Einzelaktien oder Kryptos verleiten dazu, ständig Kurse zu prüfen. Mit einem breit gestreuten ETF-Sparplan weißt du: Ich investiere langfristig in die Weltwirtschaft. Das nimmt Druck aus dem Alltag, reduziert emotionale Fehlentscheidungen und passt besser zum Familienleben.

Zinseszins – der unterschätzte Freund der Familien
Ob das Zitat von Einstein wirklich stammt oder nicht: Der Zinseszins ist eine der stärksten Kräfte im Vermögensaufbau. Nicht nur deine Einzahlungen werden „verzinst“, sondern auch die Gewinne der Vorjahre.
Beispiel: 200 € monatlich in einen ETF bei durchschnittlich 7 % Rendite über 30 Jahre ergeben grob rund 230.000 €. Davon sind nur 72.000 € eigene Einzahlungen – der Rest ist Zinseszins. Familien, die früh starten, haben hier einen enormen Vorteil.
Wenn du das visualisieren willst, nutze gern meinen Zinseszins-Rechner.
Wie Familien konkret mit einem ETF-Sparplan starten können
Der Einstieg ist einfacher, als viele denken. Ein möglicher Fahrplan:
- Notgroschen aufbauen: 3–6 Monatsausgaben auf Tagesgeld als Sicherheit.
- Depot eröffnen: Ein günstiger Online-Broker mit ETF-Sparplänen passt gut zum Familienalltag. Viele Depots sind kostenlos.
- ETF auswählen: Klassiker wie MSCI World oder FTSE All-World sind solide für den Start.
- Sparplan einrichten: Schon ab 25 € pro Monat möglich, viele starten mit 100–150 €.
- Durchhalten: Nicht bei jedem Kurseinbruch verkaufen. Der Zeithorizont zählt.
Wenn du wissen willst, was dein Sparplan langfristig bringen könnte, hilft dir der ETF-Sparplan-Simulator.
ETF-Depot bei der Consorsbank eröffnen
Wenn dein Notgroschen steht und du mit ETFs loslegen willst, kannst du bei der Consorsbank ein Depot eröffnen und deinen ETF-Sparplan automatisieren. So läuft dein Vermögensaufbau im Hintergrund weiter – auch wenn der Familienalltag voll ist.
*Anzeige / Affiliate-Link – keine Anlageberatung. Investieren in Wertpapiere ist mit Risiken bis hin zum Totalverlust verbunden.
ETF-Kindersparplan – das Beste für die Familie
Viele Eltern möchten ihren Kindern einen finanziellen Start ermöglichen. Ein Junior-Depot mit ETF-Kindersparplan ist dafür ein starker Hebel. Langfristiger Horizont, kleine Raten, großer Effekt.
Beispiel: 50 € monatlich über 18 Jahre bei 7 % Rendite ergeben grob rund 21.000 €. Das kann später Studium, Ausbildung oder die erste Wohnung unterstützen – und zeigt deinem Kind nebenbei, wie Geld langfristig arbeiten kann.
Einen detaillierten Fahrplan dazu findest du in meinem Artikel Finanzielle Sicherheit für Kinder.
Fazit: ETFs als Fundament, andere Anlagen als Ergänzung
ETFs sind für mich die perfekte Basis für Familien: breit gestreut, kostengünstig, vergleichsweise einfach umzusetzen. Sie bieten Sicherheit durch Streuung und gleichzeitig die Chance, langfristig deutlich über der Inflationsrate zu liegen.
Andere Anlageklassen wie Einzelaktien, Immobilien oder Bitcoin sind spannend – aber eher Gewürz als Hauptgericht. Das Fundament bleibt für mich: Notgroschen, klares Familienbudget und ein konsequenter ETF-Sparplan.
Mein Rat als Familienvater: Bau dir erst ein stabiles Fundament mit ETFs und Notgroschen auf. Wenn dann noch Spielraum da ist, kannst du Schritt für Schritt mit kleineren Beträgen in andere Anlageklassen hineinschnuppern.
👉 Mehr Grundlagen findest du in meinem Beitrag ETF verstehen.
Häufige Fragen (FAQ)
Warum sind ETFs für Familien sinnvoll?
ETFs bieten breite Streuung, geringe Kosten und einfache Handhabung – ideal für Familien mit wenig Zeit und langfristigem Anlagehorizont.
Wie starte ich mit einem ETF-Sparplan?
Depot eröffnen, globalen ETF wählen (z. B. MSCI World), Sparplan einrichten – und dann konsequent Monat für Monat investieren und dranbleiben.
Sind ETFs sicher?
ETFs schwanken im Wert, sind aber breit gestreut. Mit langem Anlagehorizont sind sie eine solide Basisanlage für Familien, die Vermögen aufbauen wollen.
Was bringt ein ETF-Kindersparplan?
Ein ETF-Kindersparplan baut langfristig Kapital für Ausbildung, Studium oder Start ins Erwachsenenleben auf – und vermittelt deinem Kind früh ein Gefühl für Geld und Investieren.