Viele Familien verschenken Geld – ohne es zu wissen
Ob Kindergeld, Kinderzuschlag, Elterngeld, Wohngeld oder Zuschüsse für Schule & Freizeit: In Deutschland gibt es zahlreiche Familienleistungen, die den Alltag spürbar entlasten. Viele kennen ihre Ansprüche nicht – oder beantragen sie zu spät. Hier bekommst du die wichtigsten Leistungen klar erklärt und mit offiziellen Bundes-Links, damit du direkt starten kannst.

Familienleistungen in Deutschland – Anspruch, Höhe & Antrag (mit offiziellen Links)
Alle großen Leistungen kompakt – zentral erklärt und verlinkt. (Keine Rechtsberatung.)
Kindergeld
Monatliche Zahlung für jedes Kind; i. d. R. ab Geburt bis mind. 18 (verlängert bei Ausbildung/Studium).
- Höhe: 250 € pro Kind/Monat
- Zuständig: Familienkasse (Bundesagentur für Arbeit)
Kinderzuschlag (KiZ)
Zusätzlich zum Kindergeld – wenn euer Einkommen knapp reicht. Abhängig von Einkommen & Bedarf.
- Höhe: bis zu 292 € je Kind/Monat
- Vorgehen: Online-Check & direkt beantragen
Elterngeld
Einkommensersatz nach Geburt (Basis/Plus/Partnerschaftsbonus). Grob 65–100 % des Netto-Einkommens.
- Wichtig: Rückwirkend max. 3 Monate ab Antrag
- Viele Landesstellen via ElterngeldDigital angebunden
Wohngeld
Zuschuss zur Miete (Mietzuschuss) oder für Eigentümer*innen (Lastenzuschuss). Abhängig von Einkommen, Haushaltsgröße & Miete.
- Schritt 1: Grob prüfen mit Bundes-Rechner
- Schritt 2: Antrag bei eurer Kommune (Wohngeldstelle)
Bildung & Teilhabe
Für Kinder/Jugendliche mit geringem Einkommen: Schulbedarf, Mittagessen, Vereinsbeiträge, Ausflüge, Lernförderung u. a.
- Zuständig: meist Jobcenter/Sozialamt vor Ort
Schnell-Check: Was beantragen wir zuerst?
- Kindergeld – sofort beantragen (läuft dauerhaft).
- Kinderzuschlag – KiZ-Lotse machen & online beantragen, wenn das Einkommen knapp reicht.
- Elterngeld – so früh wie möglich (rückwirkend max. 3 Monate!).
- Wohngeld – erst Bundes-Rechner, dann Antrag bei der Kommune.
- Bildung & Teilhabe – bei Anspruch für Schul- & Freizeitkosten.
Tipp: Legt einen Ordner/Cloud für Bescheide an – spart Zeit bei Folgeanträgen.
Unterlagen – häufig benötigt
- Personalausweis/Reisepass, Meldebescheinigung
- Geburtsurkunden der Kinder
- Nachweise Einkommen (Gehaltsabrechnungen, Bescheide, Selbstständige: EÜR/Steuerbescheide)
- Mietvertrag & aktuelle Mietkosten (Wohngeld)
- Bankverbindung (IBAN)
- Bescheide anderer Leistungen (z. B. Kindergeld, ALG, BAföG)
Hinweis: Je nach Leistung können zusätzliche Nachweise nötig sein (z. B. Kita-Bescheinigung, Schul-/Ausbildungsnachweise).
Familienleistungen im Alltag nutzen
Nutzt Familienleistungen planvoll: Rücklagen (Notgroschen), Schuldenabbau (Schneeball/Lawine) und langfristiges Sparen (z. B. ETF-Sparplan für euch oder Junior-Depot). Kleine, wiederkehrende Schritte schlagen spontane Großaktionen.
Familienleistungen als Sprungbrett zur Eigenverantwortung
Die meisten Familien sehen Familienleistungen nur als kurzfristige Hilfe. Richtig eingesetzt wirken sie wie ein Sprungbrett in die finanzielle Eigenverantwortung: erst Anspruch sichern, dann Budget stabilisieren, anschließend Vermögen aufbauen.
Ziel ist, staatliche Unterstützung klug zu kombinieren und schrittweise unabhängiger zu werden – durch Wissen, Budgetkontrolle und langfristiges Denken. Genau dabei hilft Wir sind Sparhelden mit kostenlosen Tools, Beiträgen und praxisnahen Tipps für Familien.
Familienleistungen richtig nutzen – praxisnah & planbar
Familienleistungen wirken am besten, wenn ihr sie in eine klare Reihenfolge bringt: Anspruch prüfen, Unterlagen bündeln, Antrag digital stellen, Bewilligung dokumentieren und den Geldeingang mit einem einfachen Haushaltsplan koppeln. So verhindert ihr, dass Zuschüsse im Alltag „verpuffen“. Richtet am besten direkt nach der Bewilligung zwei automatische Buchungen ein: Notgroschen (Tagesgeld) und Schulden-Turbo (Schneeball oder Lawine). Ist die Basis stabil, startet ihr mit einem kleinen ETF-Sparplan (z. B. Junior-Depot) – Beträge dürfen wachsen, wenn Einkommen steigt.
Typische Fehler: Anträge zu spät stellen (z. B. Elterngeld nur 3 Monate rückwirkend), fehlende Nachweise, oder kein Abgleich mit den tatsächlichen Monatskosten. Nutzt dafür unsere kostenlosen Tools: Familienbudget-Rechner, Schuldenfrei-Rechner und ETF-Sparplan-Simulator. So bringt ihr Familienleistungen vom Antrag in den Alltag – nachhaltig und messbar.
Hinweis: Prüft Änderungen regelmäßig auf dem Familienportal.
FAQ (ohne Gewähr)
Bekomme ich Kinderzuschlag zusätzlich zum Kindergeld?
Ja. Der Kinderzuschlag wird zusätzlich zum Kindergeld gezahlt, wenn euer Einkommen die Mindesteinkommensgrenze erreicht, aber nicht für die ganze Familie reicht.
Wo stelle ich den Wohngeld-Antrag?
Bei eurer Stadt/Gemeinde (Wohngeldstelle). Prüft vorher mit dem Bundes-Wohngeldrechner, ob sich der Antrag lohnt.
Kann ich Elterngeld online beantragen?
Ja, über ElterngeldDigital. Die Bearbeitung erfolgt durch eure zuständige Landes-/Kommunalstelle.